Nachdem die Erfolgsautorin Anne Stern ihre Hebamme Hulda Gold achtmal im Berlin der 20er- und 30er-Jahre hat ermitteln lassen, schickt sie nun mit der Fotografin Lou Faber eine neue, eigenwillige Heldin ins Rennen – diesmal im Berlin der unmittelbaren Nachkriegszeit, aber erneut mit einem Kommissar an ihrer Seite, dem das eigenständige Nachforschen, das die junge Frau immer wieder in Gefahr bringt, nicht recht schmeckt, wenngleich er deren investigatives Gespür durchaus zu schätzen weiß. Im Auftaktroman zur neuen Krimireihe entdeckt Lou Faber, die mit ihrer Kamera auf Motivsuche in den Trümmern der Stadt ist, eine achtsam aufgebahrte tote Frau im Schnee. Ihre Aufnahmen von der Leiche erregen erst den Zorn des Kriminalkommissars Alfred König, liefern später jedoch den entscheidenden Hinweis zur Aufklärung des Falls. Wie in jedem ihrer Romane gelingt es Anne Stern auch diesmal, nicht nur einen interessanten Kriminalfall zu erzählen, sondern auch das Berlin jener Zeit lebendig werden zu lassen: bei Faber & König im entbehrungsreichen, klirrend kalten „Hungerwinter“ 1946/47.
Buchtipp · Marc Lippuner · Wilmersdorf · April / Mai 2026
Eine Fotografin auf Spurensuche
Anne Stern beginnt mit Lou Faber eine neue Krimireihe im Berlin der Nachkriegszeit.

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