Seit einigen Jahren gibt der Quintus Verlag peu à peu das nahezu vergessene Werk des Berlin-Chronisten Edmund Edel wieder heraus und macht damit dankenswerter Weise eine Handvoll literarische Perlen wieder zugänglich, die einen liebevollen und zugleich spöttischen Blick auf das gute alte West-Berlin ermöglichen. In seinem nun neu aufgelegten Roman Das Glashaus, erstmals erschienen 1917, entführt Edel in die glamouröse Welt des Stummfilms: Dem erfolglosen Unternehmer und Bohémien Robert Büchner gelingt der Sprung vom Komparsen zum Hilfsregisseur und Drehbuchautor, der nun Ambitionen entwickelt, seinen eigenen Film zu machen und dabei die Filmwelt zu revolutionieren. Ob ihm das gelingt? – In der ihm eigenen Süffisanz zeichnet Edel ein unterhaltsames Porträt des jungen Films und liefert zugleich eine bitterböse Satire über Kunst und Kommerz. Edmund Edel: Das Glashaus.

Ein Roman aus der Filmwelt. Quintus Verlag 2025, 240 Seiten, 22,– €